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Auf ins Atelier

Erstmals seit 15 Jahren öffnen am Wochenende 41 Aachener Künstler die Tore ihrer sonst verschlossenen Werkstätten. VON MARIUS ZANDER

Normalerweise soll ein Atelier ja ein Ort abgeschiedenen Schaffens, kreativer Freiraum und künstlerische Spielweise sein, die dem Künstler, der sich dort so richtig austoben kann, allein gehört.

Neben allen Inszenierungsmöglichkeiten, die dieser semi-private Raum ebenfalls bietet, ist das Atelier daher der Sehnsuchtsort schlechthin für alle Kunstfreunde. Ein Besuch lohnt, denn es ist spannend und faszinierend zu sehen, wie in den Kreativschmieden die Kunst eigentlich entsteht, die später mal im Museum ausgestellt wird.

Denn einmal auf dem Boden zu spazieren, auf dem der Maler seine Farbe verschüttet und deren Geruch in der Nase zu haben oder das Gipsmodell zur Plastik mit eigenen Augen zu sehen, ist ein ungleich direkterer Zugang, als ihn sterile Museumsräume bieten, in denen das fertige Kunstwerk ausgestellt wird.

Offene Aachener Künstlerateliers
Am 9. und 10. Mai gibt es dazu die perfekte Gelegenheit, denn dann gewähren 41 Künstlerinnen und Künstler aus der Region Eintritt in ihre Schaffenswelt. Wer selbst einmal Atelier-Luft schnuppern und sich ein Bild machen möchte, sollte jeweils von 11 bis 18 Uhr in Aachen und Umgebung auf künstlerische Entdeckungstour gehen.

Organisiert wird der Rundgang vom Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Aachen / Euregio, der darüber nachdenkt, die Aktion künftig alle zwei Jahre durchzuführen.

Zum Werkstattbesuch laden diesmal u.a. Gabi Deckers, Ingo Veltum, Heinrich Hüsch, Ales Vega und 36 Künstler mehr ein.

Einde Liste aller teilnehmenden Künster gibt es hier.