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Tag 5: Von Fat Papa und 50 Dosen Bier

Moin, ich bin‘s wieder: euer Ringo! mein letzter Festival-Tag vor der Abreise fing erstmal mit einem Schock an.  

Da hatte ich doch glatt bei der »Love, Peace & Happiness«-Sause in der Hotel-Lobby gestern Nacht (siehe Tag 4) meinen Rucksack mit den Bier-Schmuggelwaren stehen gelassen.

Erstmal nicht so tragisch, wäre da neben dem Bier nicht auch mein Reisepass drin gewesen!

Nachdem die Hotel-Rezeption mich zwar sehr hilfsbereit, aber leider erfolglos bei der Suche unterstützt hatte, gab es gottseidank Entwarnung: scheinbar funktioniert der Raum der Wünsche (»Room 4-48«) nicht nur bei akutem Alkohol-Notstand, sondern auch bei verloren geglaubten Reisepässen.

Foto 1 Kopie 8Ich habe komischerweise keinerlei Erinnerung mehr daran, wie er dort hin kam, but anyway: Hauptsache wieder da …

Da heute nur ein Gig abends um 21 Uhr anstand, konnte ich den Tag endlich mal was ruhiger angehen. Zunächst mal: kleiner Sightseeing-Trip in die Altstadt von Louuuville – allerdings bin ich dann doch nicht aus dem Auto ausgestiegen, da es nicht wirklich sights to see gab.

Naja, dann dachte ich mir: wenigstens gepflegt ein Restaurant aufsuchen. Das bedeutet in Kentucky: schön Double-Bacon-Cheeseburger extra large mit Fritten vom »Smash Burger«.

Klingt fettig, ist auch so! Irgendwie geil …  Ach ja, hab ich euch schon von meinem zwiegespaltenen Verhältnis zu amerikanischen Aufzügen erzählt? Einerseits nervt es ja tierisch, dass ich mitunter mal locker 30 Minuten auf nen Lift warten muss, anderseits muss man aber auch sagen, dass ich noch nie lustigere und geselligere Lift-Fahrten wie hier erlebt habe.

Es gibt keine einzige Fahrt, während der man nicht ins gemütliche Plaudern kommt oder der nette Mann vom Zimmerservice z.B. den zusteigenden, fülligeren Fahrgast mit einem herzlichen »Come in fat Papa!« begrüßt.

Ansonsten heute alle so: »Yeah, Beach Boys!« Und ich spielte zeitgleich auf der Muhammad Ali Stage nebenan. Doch obwohl es bei meinen alten Quietsch-Boys-Buddies auf der Hauptbühne rappelvoll war, sind doch eine Menge Fans zu mir gekommen.

Ich habe wie immer alles gegeben und beim finalen Konzert mit meiner wachsenden Ringo-Fangemeinde einen würdigen Abschluß gefeiert. Come together halt.

Foto 1 Kopie 11Es erwies sich als großes Glück, dass ich mir ja im Guitar Emporium eine neue Akustikgitarre nebst Koffer gekauft hab. Nee, nicht weil ich die Akustik-Klampfe spielen wollte, sondern weil in den leeren Koffer mal locker 50 Dosen Bier reinpassten, die wir dann auf‘s Festivalgelände einschmuggeln konnten.

So erfreute sich mittlerweile auch unser Gitarrenkoffer immer größerer Beliebtheit. Als kleinen Nacht-Snack kurz die Extra-Cheese-Pizza auf dem Zimmer reingezogen und schnell war ich auch schon wieder auf dem Weg nach unten.

Da spielte nämlich um eins eine Queen-Coverband. OhGottOhGottOhGott! Eine QUEEN-COVERBAND!! Scheißegal – trotzdem mitgesungen und abgetanzt. Vielleicht sollte ich mal aufhören mit dem Alkohol. Aber vorher noch die obligatorischen Abschiedsbiere nebst diversen Absackern in Room 4-48 und jetzt um 6 ab in‘s Bett!

Und alles gesittet, ruhig und entspannt, wie ihr im Video sehen könnt. Morgen, bzw. gleich geht‘s wieder nach Good old Europe! Freu mich drauf, ich kann so langsam nämlich keine Beatles-Songs mehr hören … Aber das wird bis zum Wochenende schon wieder, versprochen!

Peace & Love: Ringo

LINK: Ringo macht Party im Hotel (Video)