Alle Artikel mit dem Schlagwort: 27/72

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»Ich hab’s gesehen…«

…wie Leute sich aufgeben« heißt es in MÄNNIs Song »Niemals«. Wir haben den Musiker Anfang des Jahres bei seinem Projekt »27/72« begleitet. Nun hat er das Live-Material seiner Release-Show ausgewertet und ist zufrieden. Auch er hat nicht aufgegeben und das Projekt durchgezogen.

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MÄNNI im Musikbunker: Zuhause

Stunde 72. Es ist soweit. Die letzten Minuten des Projekts 27/72 laufen. Genaugenommen ist Stunde 71,75. Wir holen MÄNNI am Proberaum ab. Er wartet mit gepackten Sachen in einem echt aufgeräumten Proberaum. Alles ist bereit für den Auszug. Auch die letzte Nacht war nicht viel angenehmer, als die vorherigen. Der einzige Unterschied: »Es war total ruhig, ich bin von jedem kleinsten Geräusch aufgeschreckt.«

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MÄNNI im Musikbunker: Angetroffen

Stunde 49. Die zweite Nacht im Musikbunker ist um. Gut geschlafen hat MÄNNI nicht, eigentlich kaum. Gegen vier war er noch einmal unten, um sechs quatschte er eine Weile mit einem verirrten Partygast. Bis zehn wummerten die Bässe von unten. Und es war erneut einfach saukalt, trotz Heizlüfter. Jetzt gibt’s ein schnelles Bunkerfrühstück – ungetoastetes Toast mit Käse – und dann geht’s auch schon auf die Suche nach Bands, die er interviewen kann. Viele sind das bisher nicht. Es ist aber ja auch erst zwölf Uhr.

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MÄNNI im Musikbunker: Angedreht

Stunde 39. MÄNNI wartet im Proberaum auf uns. Gemeinsam gehen wir runter in den großen Raum, wo das Technoevent »Reform« beginnt. Die Tanzfläche ist schon einigermaßen gut gefüllt, aber da geht noch mehr. MÄNNI, mit seiner Kamera bewaffnet, geht auf die Jagd nach O-Tönen zum Bunker. Denn sein Ziel des Wochenendes ist ja eine Doku, über den Musikbunker und sein Schaffen hier. Wir positionieren uns am Bunkereingang – keine Angst innerhalb des Bunkers – und gucken MÄNNI beim Arbeiten zu. Er sammelt Eindrücke von den Besuchern der Technoparty, die zahlreich eintrudeln. »Bist du heut zum ersten Mal hier?« und »Was sind denn drei Begriffe, die dir zum Bunker hier einfallen?«, sind seine Fragen. Der Großteil hat Bock zu antworten. Und zu feiern. »Man kann hier so gut tanzen und alles vergessen.« »Er ist mein zweites Zuhause. Ich bin hier groß geworden.« Nicht etwa, weil er schon seit klein auf jedes Wochenende im Musikbunker tanzt, sondern weil sein Vater hier auch einen Proberaum hat. »Dunkel, dreckig und laut – einfach Liebe, Bunkerliebe«. Schön gesagt. Intensiv, Alternativ …

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MÄNNI im Musikbunker: Abgefeiert

Stunde 17. Wir haben die After-Show-Party ihren Gang gehen lassen und sind währenddessen zu einer kleinen Reportage über das Aachener Nachtleben ausgeschwärmt (mehr dazu im nächsten Print-NEO). Im Musikbunker lief derweil »Turntabletäubchen« an. Als wir das nächste Mal vorbeischauten, zeigte sich uns Punkrock vom Feinsten. Mit all seinen Ausmaßen.

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MÄNNI im Musikbunker: Abgegangen

Stunde 12. Bonanska tanzen und spielen ihre letzten Töne und das Publikum macht mit. Die sieben Mann starke Band sorgt für ordentliche Stimmung und setzt auf Crowdgymnastik. Ein kurzer Nachtrag: Ein Trompeter hat ins Trompetenmikrofon gesungen. Dann findet, sauber getimed, der Künstlerwechsel statt. Aus sieben mach eins: Die Bühne gehört MÄNNI – der ollen Rampensau. VON SOPHIA WEHMEYER